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Stadt Coburg

Nacht der Bibliotheken

Ein Abend voller Überraschungen und Begegnungen

Am 4. April 2025 fand die bundesweite „Nacht der Bibliotheken“ statt – und Coburg war mit einem einzigartigen Programm dabei. Unter dem Motto „Eine Nacht. Drei Bibliotheken. Unendliche Welten.“ luden die Stadtbücherei, die Landesbibliothek und die Hochschulbibliothek dazu ein, Bibliotheken auf neue Weise zu entdecken.

Drei Bibliotheken – Drei Welten

An einem normalen Freitag wäre vor einer halben Stunde die Tür der Stadtbücherei ins Schloss gefallen. An diesem Freitag ist es anders. Das Innere ist hell erleuchtet. Stühle stehen im Foyer, hinter einem Rednerpult legt sich OB Dominik Sauerteig Papiere bereit. „Bibliotheken sind Orte, mit denen wir alle ein Gefühl verbinden: vielleicht die Vorfreude auf ein neues Buch als Kind, vielleicht auch Stress oder Null-Bock während der Studienzeit. Ich denke aber, die Faszination, durch Bücherreihen zu streifen kennt jeder“, begann Sauerteig seine Begrüßung. „Sie bewahren unser kulturelles Erbe, eröffnen neue Perspektiven und bieten jedem – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status – Zugang zu Wissen und Bildung. […] Trotz der angespannten Haushaltslage arbeitet das Kulturreferat zielstrebig an neuen Lösungen für unsere Stadtbücherei – damit sie Platz zum Leben hat.“ Die Bibliothek der Dinge, bei von der Nähmaschine bis zum Werkzeugkoffer alles ausgeliehen werden kann, ist ein Beispiel für die Zukunft von Bibliotheken.

Spannende Programmpunkte für Groß und Klein

Stadtbücherei: In der Stadtbücherei gab es viel zu erleben: Besonders die Mitmachshow von Christian Seltmann brachte das Publikum zum Lachen und Staunen. Eine interaktive Rallye mit der Action-Bound-App führte neugierige Besucher durch die Bibliothek, und die „Bibliothek der Dinge“ bot spannende Einblicke in ihr vielfältiges Angebot. Wer Lust hatte, konnte sich kreativ beteiligen und selbst aktiv werden.

Landesbibliothek: In der historischen Landesbibliothek drehte sich alles um die Geschichte des Buchdrucks. Der Schriftsteller Ingo Cesaro demonstrierte an einer historischen Handpresse, wie Bücher einst gefertigt wurden. Besucher konnten sich zudem mit Feder und Tinte in der Kunst der mittelalterlichen Schriftzüge versuchen. Ein seltenes Erlebnis bot die Landesbibliothek mit ihren Wiegendrucken – echte Schätze der Buchkunst. Besonders spannend: Besucher durften Bereiche erkunden, die sonst verschlossen bleiben.

Hochschulbibliothek: In der Hochschulbibliothek traf Buchdruck auf Virtual Reality – eine Reise von der Vergangenheit in die Zukunft. Kreative Köpfe konnten sich beim „Lesezeichendruck mit der Handdruckpresse“ ausprobieren, während technikbegeisterte Gäste im Vortrag über „Künstliche Intelligenz“ spannende Einblicke in die Wissenswelt der Zukunft erhielten. Wer sich auf ein ganz besonderes Erlebnis einlassen wollte, konnte mit einer VR-Brille in virtuelle Welten eintauchen.

Ein Abend für alle Generationen

Die Nacht der Bibliotheken machte deutlich: Hier geht es nicht nur ums Lesen, sondern um Begegnung und Erlebnis. Sie sind lebendige Treffpunkte, an denen Menschen aller Altersgruppen zusammenkommen, Neues entdecken und gemeinsam lernen. Bibliotheksleiterin Brigitte Maisch war überwältigt von der Resonanz: „Unsere Teams haben ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Es war großartig zu sehen, wie viele Menschen diesen Abend genutzt haben, um die Bibliotheken auf eine neue Weise zu erleben.“ OB Sauerteig dankte nicht nur der Leiterin der Stadtbücherei, sondern allen, die diese einzigartige Nacht möglich gemacht haben. Dazu gehörten auch die Fahrer*innen der Shuttle-Busse, die die drei Veranstaltungsorte die Nacht über verbanden.

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Bildnachweise

  • Stadt Coburg/Constantin Hirsch