Stadt verliert eine wichtige Identifikationsfigur
„Es ist ein besonderer Verlust, den die Stadt Coburg heute hinnehmen muss. Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha war eine Integrationsfigur für die Coburger Stadtgesellschaft. Meine Gedanken sind bei seinen Angehörigen.“ So reagierte Oberbürgermeister Dominik Sauerteig auf die Nachricht zum Tod von Prinz Andreas. Er war erst vor knapp eineinhalb Jahren, am 21.11.2023, wegen seiner großen Verdienste zum Ehrenbürger von Coburg ernannt worden. Erst kürzlich hatte Oberbürgermeister Sauerteig dem Oberhaupt des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha persönlich zum 82. Geburtstag gratuliert.
„Ich bin tief betrübt. Er war ein beeindruckender Mensch, der mit seiner Krankheit bemerkenswert offen umgegangen ist und dabei viel Lebenslust ausgestrahlt hat. Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha trug Coburg nicht nur im Namen, er war auch eine über die Grenzen der Stadt international bekannte und geschätzte Persönlichkeit.
Besonders hervorheben möchte ich sein großes soziales, politisches und kulturelles Engagement für unsere und seine Stadt. Als Stadtrat von 1996 bis 2002 sowie Mitglied und Präsident der Coburger Rotarier hat er sich für die Coburger Gesellschaft eingesetzt, als Besitzer vieler Hektar Wald und Naturliebhaber für den Schutz des Coburger Landes. Er engagierte sich in zahlreichen Vereinen und Verbänden, vor allem in der Kunst und Kultur sowie der Sportförderung. Seit seiner Erkrankung setzte er sich besonders auch für die Parkinson-Forschung ein und kämpft in der Öffentlichkeit nicht nur für sich, sondern auch für andere Betroffene. Das hat mich sehr beeindruckt. Die Stadt Coburg und auch ich persönlich werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.“