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Stadt Coburg

Das „Huhn, das goldene Eier legte“

Katharina von Henneberg (vor 1334 - 1397)

Verlobung Landgraf Friedrichs III. mit Katharina von Henneberg

Mit Katharina von Henneberg bzw. deren Ehemann Friedrich III, Landgraf von Thüringen und Markgraf von Meißen, begann 1353 die Herrschaft der Wettiner über Coburg, die bis 1918 andauerte. Katharina, Tochter des Grafen Heinrich VIII. von Henneberg und Juttas von Brandenburg, muss spätestens 1334 geboren sein, da sie 1346 heiratete - die Ehemündigkeit für Mädchen lag damals bei 12 Jahren, Männer mussten 14 sein. Das war damals so, auch wenn uns das heute befremdlich vorkommen mag. Erst relativ spät wurde 1370 der Erbe geboren, da war sie bereits Mitte 30. Sie bekam bis Mitte 40 noch zwei Söhne - eindeutige Risikoschwangerschaften, besonders damals. Früher geborene Kinder starben frühzeitig - auch das war in dieser Zeit sehr häufig. Katharina war durch ihren fränkischen Erbteil eine reiche Erbin und eine „sehr gute Partie“. Ihr Mann sagte daher über sie: „Meine Käthe ist eine tüchtige Henne, denn sie hat mir ein gülden Ei gelegt.“ 

Weitere Informationen: 

- Silvia Pfister Das Huhn, das goldene Eier legt - Katharina von Henneberg (vor 1334–1397) und ihr Erbe. In: „Seien Sie doch vernünftig!“ - Frauen der Coburger Geschichte; Hrsg. von Gaby Franger, Edmund Frey, Brigitte Maisch, Coburg 2008, S. 18-33. 

- Pfister, Silvia: Eine Gründungsakte: Die Spalatin-Chronik (um 1535). In: Coburg aus dem „Dintenfas“. Hrsg. von Edmund Frey und Reinhard Heinritz. Bucha bei Jena 2006, S. 44-47.